Initiative Basel-Stadt

Sammelaktion

Die Initiative ist erfolgreich zustande gekommen!

Es ist geschafft! Die historisch erste pro-vegane Volksinitiative ist zustande gekommen! Mit 3’085 gültigen Unterschriften wurde unsere „Initiative für nachhaltige und faire Ernährung“ erfolgreich an den Regierungsrat Basel-Stadt überwiesen.

In rund 2 Jahren werden die Baslerinnen und Basler damit vielleicht erstmals in der Geschichte der Demokratie über eine höhere Verfügbarkeit pflanzlicher Ernährung abstimmen können!

Medienmitteilung vom 2.12.2015

BASEL, 2. Dezember 2015. Am Mittwochnachmittag reichte Sentience Politics die “Initiative für nachhaltige und faire Ernährung” beim Basler Rathaus ein. Es handelt sich, zusammen mit der vor kurzem beglaubigten Initiative in Zürich, um die erste pro-vegetarische und -vegane Initiative der Schweiz.

Sehr geehrte Medienschaffende

Nachhaltige Ernährung ist ein vieldiskutiertes Thema: in der Bevölkerung, der Gastronomie und dank Sentience Politics zunehmend auch in der Politik. Heute wurde die Initiative für nachhaltige Ernährung eingereicht, die unter anderem ein tägliches veganes Menu in sämtlichen städtischen Betrieben und Institutionen vorsieht. In der Sammelfrist von 18 Monaten konnten gut 3000 Unterschriften gesammelt werden. Dass die Nachfrage nach vegetarischer und veganer Ernährung wächst und nicht angemessen bedient wird, ist gerade in Bezug auf die Schweizerische Klimapolitik verheerend.

Adriano Mannino, Mit-Initiator von Sentience Politics, meint zur heute eingereichten Initiative: „Die Initiative ist klein: kantonal, 3000 Unterschriften. Aber sie ist auch gross: Es geht um global-ethische Themen wie Klimawandel, Nahrungsmittelknappheit und Tierrechte. Gerade die Tierrechte etablieren sich mehr und mehr als Politikum: Alle unterstützen den Tierschutz und sind gegen Tierquälerei. Doch Tierquälerei ist definiert als unnötige Schädigung von Tieren: Der Fleischkonsum schädigt Tiere – alleine in der Schweiz werden jedes Jahr 60 Millionen Landtiere getötet – und ist angesichts der gesunden und guten Ernährungsalternativen unnötig. Daher sollten wir ihn dringend hinterfragen”.

Freundliche Grüsse

Philipp Ryf und Meret Schneider, Projektleitung Sentience Politics

Basel Einreichung

Initiativtext Basel-Stadt

Das Umweltschutzgesetz des Kantons Basel-Stadt wird wie folgt geändert:

V. (neu) Umweltbelastungen durch die Ernährung

§ 19d Förderung der pflanzlichen Ernährung

1 Der Kanton erstellt ein Leitbild zur Förderung einer vermehrt pflanzlichen Ernährung. Darin sind die Auswirkungen des Tierproduktekonsums auf das Klima, den Ressourcen- und Landverbrauch, die Gesundheit und das Tierwohl aufzuzeigen. Das Leitbild gibt Empfehlungen zur Senkung des Konsums von Tierprodukten und zur Erhöhung des Anteils vegetarischer und veganer Menüs ab.

2 Der Kanton ergreift geeignete Massnahmen, um in den Verpflegungseinrichtungen öffentlich-rechtlicher Anstalten sowie weiterer Verwaltungsträger den Absatz vegetarischer und veganer Menüs zu fördern.

3 Der Kanton schafft geeignete Anreize dafür, dass sich Köchinnen und Köche in der Zubereitung vegetarischer und veganer Gerichte weiterbilden und sorgt im Rahmen seiner Möglichkeiten dafür, dass Schülerinnen und Schüler sowie Hauswirtschaftslehrpersonen mit der Zubereitung vegetarischer und veganer Gerichte vertraut werden.

4 Der Kanton weitet in den Verpflegungseinrichtungen öffentlich-rechtlicher Anstalten sowie weiterer Verwaltungsträger das vegetarische und vegane Ernährungsangebot aus und führt in Verpflegungseinrichtungen, die mehr als ein Menü zur Auswahl haben, zusätzlich ein tägliches veganes Menü ein.

5 Der Kanton sorgt dafür, dass die Forderungen und Massnahmen gemäss Abs. 1 bis 4 spätestens zwei Jahre nach Annahme der Initiative verwirklicht sind.

Initiativkomitee Basel-Stadt